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Gewerbeansiedlung

Nierstein ist eine Gemeinde mit innerorts noch dörflichem Charakter. Eine Politik, die zukunftsorientiert ist, muss die Potenziale, die hierin liegen, betonen und nicht leichtfertig durch kurzsichtige, an rein wirtschaftlichen Interessen ausgerichteten Planungen aufs Spiel setzen. Die Politik der vergangenen Jahre hat mit den mehrheitlichen Entscheidungen der regierenden Fraktionen den Schwerpunkt auf Wohn- und Gewerbeansiedlung am Ortsrand gelegt. Dies hält NEU für eine fatale Entwicklung und fordert dringend eine Umkehr dieser Politik.

NEU fordert daher: Entwicklung des Ortskernes vor Entwicklung auf der grünen Wiese!

Die Entwicklung Niersteins muss sich an den Bedürfnissen aller Bürgerinnen und Bürger orientieren die im Ortskern leben, somit auch an den Bedürfnissen von älteren Menschen, Familien, Kindern und Jugendlichen, Menschen mit Behinderungen etc. All diese Menschen sind auf Angebote angewiesen, die auch fußläufig erreichbar sind.
Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass Ausweisung und Ausbau weiterer Gewerbegebiete zu einem stetigen Ausbluten des Ortskerns führen. So mussten mehrere Lebensmittelgeschäfte aufgrund der Konkurrenz am Ortsrand geschlossen werden, aktuell gibt es kein Lebensmittelgeschäft im Ortskern; auch ein einheimischer Bäcker sowie Metzger mussten kürzlich schließen. Leidtragende sind nicht nur die Einwohner/ -innen des Ortskernes, sondern auch die Gäste Niersteins. Deshalb lehnt NEU weitere Gewerbegebiete konsequent ab und fordert gezielte Maßnahmen, die den Ortskern wieder attraktiver und lebendiger machen. Weiterhin fordern wir die Verwaltung auf, sich um die Ansiedlung eines Marktes mit sogenanntem „Lädchenkonzept“ im alten Ortskern zu bemühen.

Für die Dexheimer Kaserne empfiehlt neu dringend, Experten (Stadtplaner u.ä.) zu kontaktieren und mit möglichst vielen verschiedenen Interessengruppen über die weitere Verwendung des Geländes nachzudenken. Dabei sollten durchaus unterschiedliche Konzepte gehört werden, Stichworte wie „Windpark“ oder „Berufsakademie“ sind nur zwei von zahlreichen denkbaren Möglichkeiten. Punktuelle Nutzungen wie die Durchführung eines indisch inspirierten Holy-Festes dienen allein dem schnellen Gewinn und sind für eine sinnvolle und durchdachte Entwicklung hinderlich.

Innerörtliche Entwicklung

NEU fordert: keine weitere Ausweisung von Neubaugebieten!

Die bisher ausgewiesenen Bebauungsgebiete sind in Kürze erschlossen und verkauft. Weiterer Bedarf an Bauplätzen sollte durch die Schließung innerörtlicher Baulücken befriedigt werden. NEU lehnt die Ausweisung weiterer Baugebiete ausdrücklich ab! Wir wollen, dass Nierstein seinen bisherigen Charakter behält und nicht zu einer Schlafstadt wird. Auch Infrastruktur (Ver- und Entsorgung) sowie Verkehr sind am Ende ihrer Kapazität. Statistiken sagen für die nächsten Jahre eine Abnahme der Bevölkerung voraus - für den Kreis Mainz- Bingen um 20 bis 25 Prozent bis zum Jahr 2050. Damit wird auch die Nachfrage nach Wohnraum sinken. Bereits jetzt ist der Rückbau und Leerstand an Geschäften groß. Wir halten es für ratsam, die bestehende innerörtliche Bausubstanz zu erhalten und ggf. zu sanieren, auch, um eine Abwanderung aus den Ortskernen zu verhindern.

Beim Ausbau des Niersteiner Bahnhofs müssen die Interessen der Reisenden im Vordergrund stehen. Touristen und Pendler sollten dort die Möglichkeit haben, in angenehmer Umgebung zu warten und bequem ihren Weg von und zum Bahnsteig nehmen können.

NEU unterstützt den eingeschlagenen Weg der Beteiligung Niersteins am städtebaulichen Förderprogramm.